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3. Schülertag in Gießen

Mehr als schwarz oder weiss

EKHN/Markus IhleDer gelernte Zimmermann und Architekt Richard Betz betritt die Bühne mit Säge und Bohrer bewaffnet und erzählt die bewegte Lebensgeschichte von Paul.Theologischer Begegnungstag in Gießen. Richard Betz erzählt eine ungewöhnliche Lebensgeschichte.

Über 100 Schülerinnen und Schüler stellen sich der Frage "Finde ich meinen Weg oder findet mein Weg mich?". Menschen mit unterschiedlichsten Lebenswegen stehen Rede und Antwort, wie man seinen ganz eigenen Lebensweg finden kann.

EKHN/Markus IhleBei der Talkrunde stehen Referentin für Öffentlichkeitsarbeit des Dekanats Vogelsberg Lisa Häberle, Pfarrer Joachim Sylla und Berufsberaterin Heike Scherneck den jungen Erwachsenen Rede und Antwort.Referentin für Öffentlichkeitsarbeit des Dekanats Vogelsberg Lisa Häberle, Pfarrer Joachim Sylla und Berufsberaterin Heike Scherneck stehen den jungen Erwachsenen Rede und Antwort.

Finde ich meinen Weg oder findet mein Weg mich?

Dritter Theologischer Begegnungstag für die Oberstufe

Über 100 Oberstufenschülerinnen und –schüler sind aus der Gießener Ricarda-Huch-Schule, aus der Liebigschule, aus der Theodor-Litt-Schule, aus der Wirtschaftsschule am Oswaldsgarten, aus der Ostschule und sogar aus dem Laubach-Kolleg im großen Saal der Petrusgemeinde zusammengekommen. Stühle werden gerückt. Kaffee, Cola und Wasser fließen in Strömen.

Das morgendliche und halbwache Gemurmel verstummt schnell, als der gelernte Zimmermann und Architekt Richard Betz die Bühne betritt und mit Säge und Bohrer bewaffnet anfängt, die bewegte Lebensgeschichte von Paul zu erzählen. Hoch aufgestiegen als Banker jongliert er mit Millionen, dreht sich um sich selbst und das, wovon er glaubt, dass es  in der Gesellschaft zählt: Macht, Geld, Einfluss. Bis er alles verliert. Sein Geld, seine Freiheit und seine große Liebe. Langsam folgt die Besinnung auf das, was für ihn wirklich zählt – mit „Herz und Hand“ unterwegs sein, etwas selbst und real erschaffen, sich Zeit nehmen für diejenigen, die ihm wichtig sind, sich auf Neues einlassen und mit dem Alten versöhnen.

Finde ich meinen Weg – oder findet mein Weg mich? Der Theologische Begegnungstag für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe ging 2017 in die dritte Runde und war mit 111 Teilnehmenden so gut besucht, dass die Räume der Evangelischen Studierendengemeinde nicht mehr ausreichten, sondern man in die größere Petrusgemeinde ausweichen musste.

Vorbereitet wird der Tag von Sabine Roth-Nagel, Schulpfarrerin an der Ricarda-Huch-Schule in Gießen, Markus Ihle, Schulpfarrer an der Theodor-Litt-Schule, dem Studienleiter am Religionspädagogischen Institut der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Dr. Jochen Walldorf, dem Direktor des Kirchlichen Schulamtes in Gießen, Pfr. Karl-Heinz Lerch, dem Propst für Oberhessen, Matthias Schmidt und Pfrin. Dr. Rebecca Müller aus dem Ausbildungsreferat der Kirchenverwaltung in Darmstadt. Dabei geht es nicht um eine klassische Berufsberatung, wie die Veranstalter betonen, sondern darum, den Schülerinnen und Schülern Lebenswege vorzustellen, die nicht gradlinig oder planbar sind. Jungen Erwachsenen den Druck nehmen, sich zum jetzigen Zeitpunkt für einen Beruf oder einen Lebensentwurf entscheiden zu müssen, der sie für den Rest ihres Lebens glücklich machen soll. Besonders wichtig ist dem Team auch die spirituelle Dimension: manches, was uns im Leben widerfährt, liegt nicht in unserer Hand. Das Vertrauen darauf, dass Gott unsere Wege kennt und lenkt, kann helfen, mit vermeintlichen Krisen umzugehen und neue Perspektiven zu eröffnen.

Davon berichten dann auch die Gäste der Talkrunde, die auf das Theaterstück von Richard Betz folgen. Berufsberaterin Heike Scherneck, die den Schülerinnen und Schülern in Bezug auf die anstehenden Entscheidungen ein beherztes: „Fürchtet euch nicht“ zuruft; die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit des Dekanats Vogelsberg Lisa Häberle, die aus ihren Erfahrungen mit verschiedenen Projekten in Kenia berichtet und Pfarrer Joachim Sylla, der nach unterschiedlichen Ausbildungen und Berufen in Marburg Theologie studiert hat, um jetzt sagen zu können: „Von allen Jobs, die ich bisher gemacht habe, ist Pfarrer der beste!“

Nach der Talkrunde geht es mit den Talkgästen in Kleingruppen weiter.  Nachgefragt werden die Themen, die deren Lebenswege aufgeworfen haben und vor allem für eigenen Wege interessieren.

Was bleibt? Wegweiser aus Holz, die am Ende beschriftet werden, sammeln die Gedanken, werden beim Reisesegen aufgenommen und anschließend vor dem Altar abgelegt.

Der Tag ist damit beendet, aber die Beschäftigung mit dem Thema noch nicht. Die heute aufgekommen Fragen werden mit in die Religions-Kurse gekommen und mit den Schulpfarrerinnen und –pfarrern im Unterricht an den Themen weiterbearbeitet. 

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